Wie angekündigt, schreibe ich noch einen kleinen Artikel zu organisatorischen Hürden rund um unseren fahrbaren Untersatz.
Eigentlich wollten wir ja gerne mit dem T3 eines Freundes diese Tour absolvieren. Denn, so ein T3 hat auf jeden Fall mehr Flair als ein T4. Aber man erkennt schon an der Nummerierung ein kleines Problem: ein T3 ist älter und erfordert mehr Liebe.
Gerade unser hatte ein kleines Problem. Er stand eine Weile trocken und geborgen in einer Halle. Er stand. Und so wurde uns von einigen Seiten geraten - gerade bei einem T3 - lieber erstmal einen Meister + Bühne zu konsultieren. Und das gestaltete sich in unserem Fall als gar nicht so einfach. Um damals Geld zu sparen, haben Stefan und ich darauf verzichtet den Anhänger-Führerschein zu machen; das sollte sich jetzt rächen. Um einen relativ einfachen Check hinzubekommen brauchten wir also:
- T3
- Trailer für T3
- Auto, dass genug ziehen darf
- Stefan und Mich
- Vattern, der einen alten "Lappen" hat
- Bühne
- KFZ-Meister
Das sind echt viele Punkte, die alle gleichzeitig da sein müssen, damit nur so ein läppischer Check-Up gemacht werden kann. Natürlich könnte man den T3 einfach in eine Werkstatt bringen aber 1. ist das zu einfach 2. wollten wir - blauäugigerweise - gerne viel selber machen und 3. ist das auch ganz schön teuer... nur mal so eben für einen Urlaub?! Naja...
Mal in der gleichen Reihenfolge, was alles so passieren kann (Punkte, s.o.):
- Ja, gut. Der ist immer da.
- Leider keinen im Bekanntenkreis. Immer mal wieder vermietet. Teuer.
- War lange Zeit ein Problem, weil Trailer + T3 sind 1,5t!
- Beide in letzter Zeit sehr eingebunden in Projekte.
- Pensionär, hat also nie Zeit.
- Bei zwei Freunden kurz vorher kaputt gegangen, bei einem terminliche Diskrepanzen. Alternative: Grube
- Eine Freundin von uns ist Innungsmeisterin (huhu, Tina o/ ) und hatte Zeit und Lust. Dann kam die Geschichte mit den Ventilen... ;) und weg war die Zeit.
So gingen die Wochen ins Land. Und der T3, der stand.
Letztendlich hatten wir es an einem Abend geschafft den T3 auf eine Bühne zu hieven (danke Orhan, Till). Wie erwartet fanden wir einige Kleinigkeiten, die man vor einem 7500km-Trip lieber macht. Aber da Tina leider nicht mehr zur Verfügung stand, mussten wir uns die Frage stellen, ob wir überhaupt den T3 rechtzeitig fertig bekommen würden. Und wenn ja, zu welchem Preis? Für die Sachen, die Stefan und ich nicht machen können, kann man ein "neues" Auto kaufen.
Die Antwort darauf hatten wir dann schnell gefunden und uns für den T4 entschieden.
Also: gar nicht so einfach, wenn man nicht schon ein passendes und fahrendes Vehikel hat. Einzelne kleine Hürden können sich zu einem ordentlichen Berg auftürmen, wenn es zu viele werden. Vor so einer Tour gilt es nüchtern abzuwägen: habe ich ein Auto, mit dem ich diese Tour fahren kann? und wenn nicht, bekomme ich es rechtzeitig fertig?
Aber: Der T4 fährt sich super! Die Arbeiten waren echt umfangreich aber das Auto ist jetzt eine gute Basis. Ich freue mich schon unheimlich auf morgen und die 400.000km, die wir mit dem Blauen Blitz auf der Tour erreichen! Ich hoffe, dass er uns noch einige Tausend Kilometer mehr erhalten bleibt :)